ACT
Akzeptanz- & Commitment-Therapie
Entwickelt von Steven C. Hayes · 1986
Hintergrund & Ursprung
ACT (sprich: 'act') wurde von Steven Hayes entwickelt und basiert auf der Relational Frame Theory. Ziel ist nicht die Reduktion von Symptomen, sondern die Steigerung psychologischer Flexibilität — die Fähigkeit, vollständig im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und wertekonsistentes Verhalten zu zeigen, auch angesichts unangenehmer Gedanken und Gefühle.
Wirkungsmechanismus
Das Hexaflex-Modell beschreibt sechs Kernprozesse: Akzeptanz, kognitive Defusion (Gedanken als Gedanken sehen), Gegenwärtigkeit, Selbst-als-Kontext (beobachtende Perspektive), Werte und committiertes Handeln. ACT zeigt gute Evidenz bei Depression, Angst, chronischem Schmerz und Burnout.
Praktische Übungen
Leaves on a Stream (Defusion)
Stelle dir einen ruhigen Bach vor. Lege jeden Gedanken, der auftaucht, auf ein Blatt und beobachte, wie es vorbeitreibt. Du bist nicht deine Gedanken — du bist der Beobachter. Übe 10 Minuten.
Werte-Klärung
Frage dich: 'Wenn niemand zuschauen würde und ich nicht scheitern könnte — was wäre mir wirklich wichtig?' Schreibe in 8 Lebensbereichen (Familie, Arbeit, Gesundheit...) je 2-3 Werte auf. Werte sind Richtungen, keine Ziele.
I am having the thought that...
Wenn du merkst, dass du in einem Gedanken feststeckst: Stelle ihm voran 'Ich bemerke, dass ich den Gedanken habe, dass...' Dies schafft Distanz zwischen dir und dem Gedanken (kognitive Defusion).
Wissenschaftliche Quellen
- Hayes, S. C., Strosahl, K., & Wilson, K. G. (1999). Acceptance and Commitment Therapy. Guilford Press.
- A-Tjak, J. G. et al. (2015). A meta-analysis of the efficacy of ACT for clinically relevant mental and physical health problems. Psychotherapy and Psychosomatics, 84(1), 30–36.
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