Zurück zum Wissenschafts-Hub

Atemübungen bei Stress

Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Techniken zur Stressabbau

Entwickelt von Verschiedene Forscher · 2020

Hintergrund & Ursprung

Atemübungen sind eine evidenzbasierte Technik zur Stressreduktion, die auf der Wechselwirkung zwischen Atemrhythmus und autonomem Nervensystem basiert. Sie werden seit Jahrzehnten in der klinischen Psychologie und Entspannungsforschung eingesetzt und zeigen konsistent positive Effekte auf physiologische und psychologische Stressparameter.


Wirkungsmechanismus

Kontrolierte Atemtechniken aktivieren den Parasympathikus und reduzieren die Aktivität des Sympathikus, was zu einer Senkung der Herzfrequenz und des Cortisol-Spiegels führt. Durch die bewusste Verlangsamung und Regulierung der Atmung wird das ventrale vagale System stimuliert, das eine Beruhigungsreaktion im Körper auslöst und die Amygdala-Aktivität reduziert.


Praktische Übungen

4-7-8 Atemtechnik

Atmen Sie 4 Sekunden lang ein, halten Sie den Atem 7 Sekunden an und atmen Sie 8 Sekunden lang aus. Wiederholen Sie diese Sequenz 4-mal hintereinander. Diese Technik signalisiert dem Körper Sicherheit und fördert tiefe Entspannung.

Wechselatmung (Nadi Shodhana)

Verschließen Sie mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch und atmen Sie durch das linke ein. Wechseln Sie dann die Seite und atmen Sie aus. Führen Sie mehrere Zyklen durch. Diese Technik balanciert die Hemisphären des Gehirns und beruhigt das Nervensystem.

Verlängerte Ausatmung

Atmen Sie normal ein und atmen Sie doppelt so lange aus wie Sie eingeatmet haben. Praktizieren Sie dies für 5-10 Minuten. Die längere Ausatmung aktiviert direkt den Parasympathikus und signalisiert dem Körper eine Ruhephase.


Wissenschaftliche Quellen

  • Porges, S. W. (2011). The Polyvagal Theory: Neurophysiological Foundations of Emotions, Attachment, Communication, and Self-regulation. W.W. Norton & Company.
  • Laborde, S., Moseley, E., Thayer, J. F. (2017). Heart rate variability and cardiac vagal tone in psychophysiological research – Recommendations for experiment planning, data analysis, and data reporting. Frontiers in Psychology.
  • Russo, M. A., Santarelli, D. M., O'Rourke, D. (2017). The physiological effects of slow breathing in the healthy human. Breathe.
Bald erhältlich

Wissenschaft in deiner Hand — die Equanox Kartensets

30 Karten. Eine Übung pro Tag. Wissenschaftlich belegt. Trag dich jetzt ein und sichere dir 20 % Einführungsrabatt — nur für Wartelisten-Mitglieder.

Kein Spam. Jederzeit abmeldbar.