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Panikattacken bewältigen durch Achtsamkeit

Wissenschaftlich fundierte Techniken zur Selbstregulation bei Panikstörungen

Entwickelt von Verschiedene Forscher · 2010

Hintergrund & Ursprung

Panikattacken sind plötzliche Angstepisoden, die mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schwitzen und Atemnot einhergehen. Sie entstehen durch eine Überaktivierung der Amygdala und des Sympathikus, die eine Fehlinterpretation körperlicher Signale als Bedrohung auslösen. Achtsamkeitsbasierte Interventionen haben sich als wirksam erwiesen, um diese Reaktionsmuster zu unterbrechen.


Wirkungsmechanismus

Bei Panikattacken kommt es zu einer hyperaktiven Amygdala-Response, die den Sympathikus überaktiviert und einen Flucht-oder-Kampf-Modus auslöst. Durch Achtsamkeitspraktiken wird die präfrontale Kortex gestärkt, die emotional regulierende Funktionen steuert und die amygdala-getriebene Angstreaktivität hemmt. Dies fördert eine top-down-Kontrolle und reduziert die Hyperarousal-Reaktion des Nervensystems.


Praktische Übungen

4-7-8 Atemtechnik

Atmen Sie 4 Sekunden lang ein, halten Sie 7 Sekunden an, und atmen Sie 8 Sekunden lang aus. Diese Technik aktiviert den Parasympathikus und reduziert die Herzfrequenz. Wiederholen Sie dies 4-5 Mal, um Ihr Nervensystem zu beruhigen.

Body Scan Meditation

Führen Sie Ihre Aufmerksamkeit systematisch von den Zehen bis zum Kopf durch Ihren Körper. Beobachten Sie Empfindungen ohne Urteil, um eine bewusste Körperwahrnehmung zu kultivieren. Dies hilft, sich vom Panik-Gedankenstrudel zu distanzieren.

Grounding-Technik (5-4-3-2-1)

Nennen Sie 5 Dinge, die Sie sehen, 4 die Sie berühren, 3 die Sie hören, 2 die Sie riechen, und 1 die Sie schmecken. Diese sensorische Verankerung bringt Sie in die Gegenwart und unterbricht den Panik-Zyklus.


Wissenschaftliche Quellen

  • Hofmann, S. G., Sawyer, A. T., Fang, A. (2010). The empirical status of the 'New Wave' of cognitive behavioral therapy. Psychiatric Clinics of North America.
  • Arch, J. J., Craske, M. G. (2008). Acceptance and commitment therapy and cognitive behavioral therapy for anxiety disorders: different treatments, similar mechanisms?. Clinical Psychology Review.
  • Tang, Y. Y., Hölzel, B. K., Posner, M. I. (2015). The neuroscience of mindfulness meditation. Nature Reviews Neuroscience.
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